Am Ende wartet eine leckere Suppe

Fast fertig: Die Ochsenschwanzsuppe darf jetzt noch ein wenig ziehen.
Fast fertig: Die Ochsenschwanzsuppe darf jetzt noch ein wenig ziehen.

So, »Operation Oxtail« ist dabei, erfolgreich abgeschlossen zu werden. Auf dem Herd simmert auf kleiner Flamme eine größere Menge Ochsenschwanzsuppe, mit Fleisch bestückt und abgeschmeckt. Ich kann sagen: Es hat sich gelohnt. Zum Glück. Denn der Aufwand ist beträchtlich.

Würde ich das noch einmal machen? Ja, aber nicht so bald. Grundsätzlich denke ich: Wenn schon ein Tier geschlachtet wurde, sollte es möglichst weitgehend verwertet werden. Da gehört der Ochsenschwanz dazu, aber auch die Zunge zum Beispiel oder die Bäckchen. Da gibt es auch sehr schöne Rezepte.

Ich habe mich an diesem Rezept orientiert. Es ist sehr gut. An Zutaten sind lediglich einige Körner Piment und schwarzer Pfeffer hinzugekommen für die Brühe. Und die Mengen an Röstgemüse etc. habe ich verdoppelt, da der Ochsenschwanz vom Fleischer meines Vertrauens 1.5 Kilo auf die Waage brachte. An schierem Fleisch sind am Ende gut 500 Gramm geblieben. Das ist nicht gerade wenig, aber für die Menge Suppe auch nicht zu viel.

Letzter Akt: Das über Nacht im Kühlschrank gelagerte Fleisch wird geschnippelt. Dann noch die Suppe mit Sherry abschmecken.
Letzter Akt: Das über Nacht im Kühlschrank gelagerte Fleisch wird geschnippelt. Dann noch die Suppe mit Sherry abschmecken.

Die Herstellung ist nicht sonderlich kompliziert, dauert aber. Vor allem, wenn man wie ich die Suppe über Nacht stehen lässt, damit sie leichter zu entfetten ist. Und es wird reichlich Geschirr dreckig. Ich könnte mir auch vorstellen, dass das Lösen des Fleisches vom Ochsenschwanz nicht jedermanns Sache ist. Und später muss das alles ja auch noch klitzeklein geschnippelt werden. Wer da etwas etepetete ist, sollte sich vielleicht eher einer anderen Suppe widmen.

Madeira hatte ich nicht da, und ich hatte auch keine Lust 3,60 EUR im Supermarkt für ein winziges Fläschlein zu berappen. Aber mit Sherry geht es ja auch. Und den hatte ich vorrätig. Ich empfehle, sich da beim Abschmecken löffelweise ranzutasten.

Es hat sicher gewiss auch gelohnt, gestern noch Mehl zu rösten für die dunkle Mehlschwitze. Der Geschmack ist tatsächlich viel intensiver. Und ich konnte einfach die Restwärme des Ofens vom Brotbacken nutzen. Win-Win. Das mache ich jetzt öfter.

Bon apétit!


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